Vier neue Blicke auf koreanisches Pansori
Kompositionen von CHEN Chengwen, Joachim HEINTZ, Jungeun PARK und Niloufar SHAHBAZI
Soohyun MOON (Pansori-Gesang)
Sori CHOI (Koreanisches Schlagzeug)
17:00 Uhr – Einführung und Gespräch
19:30 Uhr – Konzert
PROGRAMM
Jungeun Park (*1986): Eingravierte Erinnerung
Niloufar Shahbazi (*1995): وچ… [Vâv Ché]
CHEN Chengwen (*1980): Musik für Susanna
Joachim Heintz (*1961): Salz
Soohyun MOON (Pansori-Gesang)
Sori CHOI (Koreanisches Schlagzeug)
Pansori ist eine einzigartige musikalische Kunstform, bei der Geschichten von einem Duo aus Sänger:in und Schlagzeuger:in dargestellt werden. Erhalten sind fünf dieser Geschichten, von denen jede bei einer Aufführung mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Ursprünglich auf Marktplätzen im bäuerlichen Korea des 18. Jahrhunderts dargeboten, wurde Pansori
im Verlauf des 19. Jahrhunderts auch von den herrschenden Schichten anerkannt und ist seit 2003 in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.
Pansori Prismen wirft neue musikalische Blicke auf diese Tradition, von vier Perspektiven einer zeitgenössischen Musik aus. Am Anfang des Projekts stand ein ausführlicher Online-Workshop, in dem die beiden Musikerinnen Soohyun Moon (Gesang) und Sori Choi (Schlagzeug) den beteiligten Komponist:innen die Geschichte und musikalische Praxis des Pansori erläutert haben. Niloufar Shahbazi, CHEN Chengwen, Jungeun Park und Joachim Heintz entwickelten dann ihre je eigenen Ideen und arbeiteten sie in engem Kontakt mit den beiden Musikerinnen aus. Musikalische Gestaltungsmittel, Texte oder Aufführungssituationen des Pansori gingen so in unterschiedlicher Weise in die Kompositionen ein. Ebenso unterschiedlich wird Elektronik in den vier Kompositionen benutzt.
Das Projekt ist Younghi Pagh-Paan gewidmet, die für einige der Beteiligten unschätzbare Impulse und Unterstützung gegeben hat. Sie zeigt in ihrem Leben und Komponieren, dass neue Musik nicht nur in der westlichen Tradition zu verorten ist, sondern als offene und auf Dialog ausgerichtete Ausdrucksform weiterentwickelt werden will.
Eine Veranstaltung von multiphon e.V. in Kooperation mit tritonus e.V.
Gefördert von: Musikfonds, Stiftung Niedersachsen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Sparkasse Hannover, GEMA-Stiftung, Katrin und Werner Rabus
Weitere Kooperationspartner: National Culture and Arts Foundation Taiwan, Deutschlandfunk, Musik 21 Niedersachsen, Folkwang Universität der Künste