Bereits seit vielen Jahren beschäftigt sich Annegret Mayer-Lindenberg sowohl als Musikerin als auch als Geigenbauerin mit der Viola d’amore, immer wieder von verschiedenen Perspektiven ausgehend. Es ist ein Instrument aus der Barockzeit, das erst in den vergangenen Jahrzehnten wieder mehr Aufmerksamkeit erlangt hat, und bei dem es noch einen hohen Bedarf an zeitgenössischer Literatur gibt.

Besonders interessant sind die klanglichen Eigenschaften und Möglichkeiten des Instrumentes, diese werden vor allem durch die vielen Resonanzsaiten, durch die verschiedenen möglichen Stimmungen des Instruments wie auch durch die spezielle Bauweise bestimmt. Diese Besonderheiten sollen im Rahmen des Projekts noch näher erforscht und gemeinsam mit den Komponist*innen nach charakteristischen musikalischen Ausdrucksmitteln gesucht werden.

In enger Zusammenarbeit der Interpretin Annegret Mayer-Lindenberg mit den Komponist*innen werden fünf neue Werke für Viola d’amore von Farzia Fallah, Thierry Tidrow, CHEN Chengwen, Jesse Broekman und Annegret Mayer-Lindenberg entstehen, die die Charakteristiken des Instruments aus verschiedenen Perspektiven erforschen und beleuchten.

Farzia Fallah, Thierry Tidrow, CHEN Chengwen und Jesse Broekman haben jede(r) einen sehr eigenen Stil und eigene Ästhetik entwickelt im Laufe ihrer Kompositionslaufbahn. Dies ist zusätzlich reizvoll für dieses Projekt, da dadurch sehr unterschiedliche Perspektiven, Herangehensweisen und natürlich auch Resultate entstehen werden, die sich wiederum gegenseitig bereichern und ergänzen werden.

PROGRAMM

Fünf Uraufführungen von Farzia Fallah, Thierry Tidrow, CHEN Chengwen, Jesse Broekman, Annegret Mayer-Lindenberg

Annegret Mayer-Lindenberg (Viola d’amore)

Annegret Mayer-Lindenberg wuchs in Hamburg auf und machte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur Geigenbauerin. Später studierte sie Viola am Fontys Konservatorium Tilburg (Niederlande) bei Gisella Bergman und Garth Knox und nahm an diversen Kursen und Festivals teil, wie z.B. den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, dem Impuls Festival Graz, Klangspuren Schwaz, der Ensembleakademie Freiburg und dem Warschauer Herbst. Annegret ist sehr aktiv auf dem Gebiet der Kammer- und Ensemblemusik, ihr besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik und der Zusammenarbeit mit Komponisten. Seit September 2010 ist sie Mitglied des Ensemble Garage (Köln). Seit 2019 ist sie regelmäßig musikschaffend tätig, hat mehrere eigene Kompositionen verwirklicht und auch in Kooperation mit anderen Künstler*innen Musik in musiktheatralen Kontexten kreiert.

Photo Annegret Mayer-Lindenberg: © Rebecca ter Braak

HörenSehen 2022 wird gefördert vom Senator für Kultur Bremen, Katrin und Werner Rabus, u.a.

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21. Dezember 2021