Hände in Bewegung –
Was Musik hören und sehen lehrt

VORTRAG
Prof. Dr. Silke Leopold (Heidelberg)

Musik ist eine Kunst, die sich in der Bewegung und in der Zeit vollzieht. Anders als ein Bild, das sich dem Betrachter so lange präsentiert, wie dieser es will, nimmt die Musik den Hörer an die Hand auf ihrer Reise durch ihren je eigenen Zeitstrom, ihr je eigenes Geschehen, ihre je eigene Entwicklung. In den Bewegungen der Körper, im Film, beim Dirigieren, beim Spielen findet die Musik ihren »Doppel-Gänger«. Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, solche Bewegungen zusammenzuführen, soll Thema des Vortrags sein.


GESPRÄCHE UND DISKUSSIONEN

u.a. mit Younghi Pagh-Paan, Martin Huber, Elnaz Seyedi, Seungwon Yang, Jieun Jun, Farzia Fallah, CHEN Chengwen, Tobias Klich und dem Publikum, Moderation: Silke Leopold

Silke Leopold, 1948 in Hamburg geboren, war von 1996 bis 2014 Ordinaria für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg und von 2001 bis 2007 Prorektorin für Studium und Lehre. Sie studierte in Hamburg und Rom, war Forschungsstipendiatin an der Musikabteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom, Assistentin von Carl Dahlhaus an der TU Berlin. Gastprofessorin an der Harvard University und von 1991 bis 1996 Professorin an der Musikhochschule Detmold. Sie ist Leiterin der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, außerdem gewähltes Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Wissenschaftsorganisationen. Ihre Veröffentlichungen umfassen ein breites Spektrum der Musikgeschichte vom 15. bis ins 20. Jahrhundert, mit einem Schwerpunkt im Bereich der Vokalmusik und der Oper des 17. und 18. Jahrhunderts. Hierzu hat sie umfangreiche Publikationen vorgelegt, darunter Die Oper im 17. Jahrhundert (2004), das Mozart-Handbuch (2005, 22016), Händel. Die Opern (2009, 22012, 32019. In russischer Übersetzung Moskau 2014), „Ich will Musik neu erzählen“. René Jacobs im Gespräch mit Silke Leopold (2013) sowie Claudio Monteverdi. Biografie (2017). Als Mitorganisatorin von „links“, der Heidelberger Biennale für Neue Musik, hat sie sich intensiv mit zeitgenössischer Musik beschäftigt. Neben ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten ist sie seit 1980 auch als Rundfunkautorin und -moderatorin aktiv.

Photos: © Clovis Michon / tritonus e.V.

Im Rahmen von HörenSehen – Konzertreihe Visuelle Musik Bremen. Gefördert von:

7. April 2019