Kontakt

tritonus
Verein zur Förderung der zeitgenössischen Musik e.V.
Weizenkampstraße 132, 28199 Bremen

kontakt@tritonus-verein.de

Vorstand und Mitglieder

Tobias Klich – 1. Vorsitzender
(tobias.klich@tritonus-verein.de)

Prof. Younghi Pagh-Paan – 2. Vorsitzende

Luisa Klaus – Schatzmeisterin
(luisa.klaus@tritonus-verein.de)

CHEN Chengwen
(chen.chengwen@tritonus-verein.de)

Elnaz Seyedi
(elnaz.seyedi@tritonus-verein.de)

Farzia Fallah

u.a.

BIOGRAPHIEN

Tobias Klich

Tobias Klich ist als Komponist, Gitarrist, Musikfilmemacher und bildender Künstler tätig. Seine interdisziplinären Arbeiten untersuchen die polyphone Verbindung von Hören und Sehen vor dem Hintergrund philosophischer und gesellschaftlicher Fragestellungen. Als Filmemacher initiierte er 2014 eine Reihe mit experimentellen Musikfilmen zu zeitgenössischer Musik.

In Jena geboren, studierte er Komposition und Gitarre in Weimar und Bremen, u.a. bei Younghi Pagh-Paan. Durch diverse Preise und Stipendien in den Bereichen Komposition, Gitarre, Film und Malerei wurde seine Arbeit bereits unterstützt, darunter der Werner-Kühl-Preis für Malerei 2016, der Preis des Deutschlandfunk beim Deutschen Musikwettbewerb 2016, Karlsruher Kompositionspreis 2014, Gaudeamuspreis 2013, Bremer Komponistenpreis 2010 sowie Aufenthaltsstipendien in den Künstlerhäusern in Wiepersdorf, Schreyahn, Worpswede, Sondershausen und Lauenburg/Elbe. Derzeit ist eine Porträt-DVD bei WERGO in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats in Vorbereitung.

www.vimeo.com/tobiasklich www.soundcloud.com/tobiasklich

Younghi Pagh-Paan

Younghi Pagh-Paan wurde 1945 in Cheongju, Südkorea, geboren. Bereits als Kind lernte sie sowohl westliche als auch traditionelle koreanische Musik kennen, die ihren frühen musikalischen Horizont prägte. Jahre später kamen ihr diese Erfahrungen wieder ins Bewusstsein, als sie die politischen Unruhen von 1968 als Musikstudentin an der Universität in Seoul miterlebte. Von da an war ihr klar, dass fortschrittliches Komponieren in Korea nicht bedeuten konnte, westliche Vorbilder zu imitieren, sondern dass eine neue koreanische Musik an die eigenen kulturellen Traditionen anknüpfen musste. Durch ein Stipendium des DAAD kam sie 1974 nach Deutschland, um ihre Studien bei Klaus Huber an der Musikhochschule in Freiburg fortzusetzen. Mit ihrem Orchesterstück „Sori“ verschaffte sich Younghi Pagh-Paan 1980 bei den Donaueschinger Musiktagen breite öffentliche Anerkennung. Nach Gastprofessuren an den Musikhochschulen Graz und Karlsruhe wurde Younghi Pagh-Paan 1994 zur Professorin für Komposition an die Hochschule für Künste Bremen berufen. Dort gründete sie das „Atelier Neue Musik“, das sie bis zu ihrer Verabschiedung im Januar 2011 leitete.

Younghi Pagh-Paan erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, zuletzt aus ihrem Heimatland den „15th KBS Global Korea Award“, 2009 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt, 2011 verlieh ihr der Senat der Freien Hansestadt Bremen die Senatsmedaille für Kunst und Wissen­schaft, 2013 erhielt sie den Paiknam-Preis von der Paiknam Memorial Foundation in Seoul, 2015 den Preis für Europäische Kirchenmusik, 2017 „The special contribution Prize“ der Dawon Music Awards, 2018 die FEM-Nadel des Deutschen Komponisten­verbands. Die Regierung von Südkorea ehrte Pagh-Paan 2018 mit einem „Bogwan“-Orden für kulturelle Verdienste. Seit 1980 werden ihre Werke von G. Ricordi&Co. Berlin verlegt. Im Jahr 2013 hat sie die Dokumente Ihres kompositorischen Schaffens der Paul Sacher Stiftung in Basel übergeben, wo sie dauerhaft archiviert und der internationalen Musikforschung zugänglich gemacht werden.

www.pagh-paan.com

Luisa Klaus

Geboren 1990 in München. Von 2009 bis 2014 künstlerische Ausbildung mit Hauptfach Blockflöte bei Han Tol in Bremen und Masterstudium bei Michael Form in Bern, Abschluss mit Auszeichnung im Sommer 2016. Musikwissenschaftliche Studien zu den Anfängen der Historischen Aufführungspraxis in der NS-Zeit. Neben Opern- und Konzertprojekten im Bereich der Alten Musik ist die Auseinandersetzung mit Neuer Musik ein wichtiger Schwerpunkt – inspiriert durch die Kooperation mit KomponistInnen und die damit verbundenen Uraufführungen, aber auch durch Weiterbildung bei Mitgliedern des ensemble recherche in Freiburg. Musikfilmprojekt mit dem Regisseur Tobias Klich zum Stück Besorgnis der Sperlinge für Blockflöte und Elektronik der iranischen Komponistin Farzia Fallah, Aufführungen im Kino, in Konzerten und Ausstellungen in Mannheim, Köln, Freiburg, Bremen und Paris. Seit Oktober 2014 Mitarbeiterin im Bremer Sophie Drinker Institut für musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung. Derzeit weitere Studien im Fach Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Masterthesis zur Pianistin und Cembalistin Edith Picht-Axenfeld.

CHEN Chengwen

CHEN Chengwen (陳政文), tätig als freischaffender Komponist im vokal-instrumentalen sowie im elektroakustischen Bereich. Geboren 1980 in Taiwan, lebt und arbeitet seit 2010 in Deutschland. Seine Kompositionen schaffen oft neue Hörsituationen, indem sie scheinbar Vertrautes als Fremdes erklingen lassen, die Körperlichkeit der Musiker in außergewöhnlicher Weise inszenieren oder neue Konzertformen erforschen. Für seine Arbeit erhielt er verschiedene Auszeichnungen: Bremer Komponisten­preis 2014, Kompositionsstipendium des Landes Niedersachsen 2014, Deutschland-Stipendium 2013, u.a. sowie Aufenthaltsstipendien in den Künstlerhäusern in Lauenburg/Elbe, Eckernförde und Worpswede. Kompositionsaufträge u.a. für die Junge Kantorei Heidelberg 2018, das TIMF Taiwan International Music Festival 2017 und für die EXPO 2015 in Mailand. Kompositionsstudium in Taiwan und 2010-16 in Deutschland, zunächst an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (Konzertexamen) bei Gordon Williamson und Joachim Heintz, danach elektroakustische Komposition an der Hochschule für Künste Bremen bei Kilian Schwoon.

Farzia Fallah

Die 1980 in Teheran geborene und dort in einer von Literatur geprägten Umgebung aufgewachsene Komponistin wohnt seit 2007 in Deutschland. Nach einem abgeschlossenem Studium in “Electronics and Signal Processing” und dem von ihr enthusiastisch verfolgten Klavierunterricht bei Farimah Ghavam-Sadri in Teheran widmete sie sich dem Komponieren und hat dies bei Alireza Mashayekhi in Teheran, bei Younghi Pagh-Paan und Jörg Birkenkötter in Bremen und bei Johannes Schöllhorn in Köln und Freiburg studiert.

Das Spektrum ihrer Stücke reicht von Solowerken, die in enger Zusammenarbeit mit SolistInnen entstanden sind, über Kammermusik bis zu größeren Besetzungen (Ensemble und Orchester). Sie erweitert gelegentlich ihre Werke durch Einsatz von Elektronik. Darüber hinaus bewegt sie sich immer wieder in anderen Bereichen wie Videokunst.

Ihr künstlerischer Weg wurde bereits durch verschiedene Preise und Stipendien gefördert, u.a. Aufenthaltsstipendium Künstlerhaus Lauenburg (2019) und Künstlerhof Schreyahn (2018) sowie 24. Videokunst Förderpreis Bremen (2016).

Sie ist Mitglied von Kollektiv3:6Koeln.

www.farziafallah.de

Elnaz Seyedi

Elnaz Seyedi, geboren 1982 in Teheran, 2000-2005 Studium der Informatik an der Azad Universität Teheran, parallel dazu Unterricht in der Musiktheorie und Komposition bei Alireza Mashayekhi in Teheran. 2007-2014 Diplomstudium der Komposition bei Younghi Pagh-Paan und Jörg Birkenkötter an der Hochschule für Künste Bremen. 2014-2018 Masterstudium der Komposition bei Günter Steinke und Caspar Johannes Walter an der Folkwang Universität der Künste Essen und Hochschule für Musik Basel. 2011 bis 2017 Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung. 2016 DAAD Jahresstipendium im Fachbereich Musik. 2017 Preisträgerin des Kompositionswettbewerbs Phoenix Trabant in Basel und des Bernd Alois Zimmermann Stipendiums der Stadt Köln. 2018/19 Stipendiatin der Ensemble Modern Akademie (IEMA) in Frankfurt.

Aufführungen u.a. im Rahmen der Wittener Tage für Neue Kammermusik, der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik, der Zeiträume – Biennale für Neue Musik und Architektur Basel, des Achtbrücken Festivals in Köln, der Klangwerktage in Hamburg, des studentischen Off-Programms der Donaueschinger Musiktage, des Festivals Leicht über Linz und der Biennale aktueller Musik in Bremen.

www.elnazseyedi.com

7. April 2019